Trex WPC-Terrassendielen

Der Erfinder der WPC-Diele – aus 95 % Recyclingmaterial, direkt von der niederländischen Grenze.

Was Trex ist

Anfang der 1990er Jahre entwickelte Trex in den USA die weltweit erste Terrassendiele aus WPC — Wood-Plastic-Composite, einem Verbund aus Holzfasern und Kunststoff. Aus der Idee ist der weltweit größte Hersteller von Terrassendielen aus Verbundmaterial geworden; die Dielen liegen heute in rund 40 Ländern und in allen Klimazonen.

Der Kern besteht zu 95 Prozent aus Recyclingmaterial. Der Holzanteil stammt ausschließlich aus wiederverwertetem Hartholz, überwiegend Eiche; dazu kommt recycelte Polyethylenfolie. Für Trex wird kein Baum gefällt.

Das ist der Punkt, an dem sich WPC von WPC unterscheidet. Der Markt ist voll von Verbundstoffdielen sehr unterschiedlicher Qualität. Was Trex herausnimmt, ist nicht der Recyclinganteil allein, sondern der Aufbau.

Wie eine Trex-Diele aufgebaut ist

Frühe WPC-Dielen bestanden aus einem homogenen Material — außen wie innen dasselbe. Das hieß: Sie nahmen Wasser auf, verfärbten sich und fleckten. Trex setzt stattdessen auf einen massiven Kern mit einer fest damit verbundenen Ummantelung, der sogenannten Shell. Die Ummantelung trägt keine Last, sie schützt: gegen Ausbleichen, Flecken, Kratzer, Schimmel und Feuchtigkeit.

Wie weit diese Ummantelung reicht, unterscheidet die Serien:

  • Dreiseitig ummantelt — oben und an beiden Kanten. Das genügt auf erhöhten, gut belüfteten Terrassen. Auf niedrigen oder verschatteten Flächen ist die offene Unterseite die verwundbarere Stelle.
  • Vierseitig ummantelt — zusätzlich auf der Unterseite. Damit ist die Diele rundum geschlossen, was sie für bodennahe Aufbauten, Poolumrandungen und dauerfeuchte Lagen qualifiziert.

Die fünf Serien

Trex staffelt das Sortiment in fünf Linien. Alle bestehen aus 95 Prozent Recyclingmaterial; sie unterscheiden sich in Ummantelung, Oberfläche, Farbtiefe und Zusatztechnologie.

Übersicht der Trex-Serien
Serie Ummantelung Charakter Wofür
Enhance dreiseitig Einstieg. Gezahntes Unterseitenprofil, dadurch leichter im Transport und in der Verlegung. Preisbewusste Projekte, erhöhte Terrassen
Select dreiseitig Reichere Farbpalette und deutlichere Maserung als Enhance, gebürstete Optik. Wenn die Optik zählt, das Budget aber begrenzt ist
Transcend vierseitig Die Linie, die die Marke geprägt hat. Tiefste Farbpalette, höchste Kratzfestigkeit. Stark beanspruchte Flächen, Pool- und Beckenumrandungen
Transcend Lineage vierseitig Alle Eigenschaften von Transcend, zusätzlich eine wärmereflektierende Technologie. Sonnenexponierte Südterrassen, Barfußbereiche
Signature vierseitig Mineralbasierter Verbundstoff, technisch eine eigene Klasse. Sehr naturnahe Holzoptik. Repräsentative Projekte mit höchstem Anspruch

Bei Transcend Lineage sind die gängigen Abmessungen 25 × 140 mm. Die Ausführung Grooved mit Nut für verdeckte Befestigung gibt es in 3,66 m, 4,88 m und 6,10 m, die Ausführung Square ohne Nut für sichtbare Befestigung in 4,88 m. Für Großprojekte sind Längen über sechs Meter lieferbar.

Was geprüft ist

Bei einem Belag, der später öffentlich zugänglich ist, zählen Nachweise mehr als Prospekttexte:

  • Rutschhemmung: Trex Transcend erreicht die Bewertung 27/C — die höchste Bewertungsgruppe nach EN 15534-1 beziehungsweise der Schwimmbadverordnung. Deshalb sind die Dielen auch für geneigte Beckenumrandungen und öffentliche Schwimmbäder freigegeben.
  • Brandverhalten: Klassifizierung Dfl-s2 nach EN 13501-1.
  • Prüfstelle: Die Qualität von Trex Transcend wurde durch das EPH — Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie in Dresden — geprüft.
  • Garantie: Je nach Serie und Nutzungsart gegen Verziehen, Verrotten, Verblassen und Verflecken. Die Laufzeiten reichen von 10 Jahren bei gewerblicher bis zu 50 Jahren bei privater Nutzung. Welche Zusage für welche Serie gilt, sagen wir dir vor der Bestellung verbindlich.

Unterkonstruktion

Der Belag ist nur die halbe Terrasse. Eine Diele mit 50 Jahren Garantie auf einer Unterkonstruktion aus Fichte ist eine Fehlplanung — dann versagt das Bauteil zuerst, das man nicht sieht.

Für Trex gibt es deshalb die Aluminium-Unterkonstruktion UKAL. Aluminium verrottet nicht, arbeitet kaum und bringt die Lebensdauer der Unterkonstruktion auf das Niveau des Belags. Bei bodennahen Aufbauten, auf Dachterrassen und überall dort, wo die Konstruktion nach dem Verlegen nicht mehr zugänglich ist, ist das aus unserer Sicht die einzig sinnvolle Lösung.

Verarbeitung und Pflege

Trex wird verarbeitet wie Holz: schneiden, sägen, bohren mit normalem Werkzeug. Kein Spezialgerät, keine Einweisung. Wer Holzdielen verlegen kann, kann auch Trex verlegen.

Die Dielen verziehen sich nicht, werden nicht morsch, brechen und splittern nicht und sind gegen Schimmelbildung resistent. Auch eine längere Lagerung auf der Baustelle übersteht das Material formstabil — ein praktischer Vorteil gegenüber Holz, das dort schon zu arbeiten beginnt.

Bei der Pflege endet der Unterschied zu Holz endgültig: kein Schleifen, kein Ölen, kein Lackieren, keine WPC-Spezialmittel. Eine gelegentliche Reinigung mit warmem Wasser und milder Seife genügt.

Gebogene Dielen

Eine Besonderheit, die kaum jemand kennt: Trex-Dielen lassen sich individuell biegen. Die Dielen werden dafür in einer speziellen Maschine erwärmt und in die gewünschte Form gebracht — gefertigt wird das in Deutschland. Damit sind geschwungene Terrassenkanten, runde Podeste und Beckenumrandungen möglich, die sich mit geraden Dielen nur mit sichtbaren Stößen lösen ließen.

Grenzen — was wir auch sagen

Kein Baustoff kann alles, und ein Belag, zu dem nur Vorteile aufgezählt werden, ist unglaubwürdig:

  • Auch Trex wird rutschig, wenn Regen, Eis oder Schnee darauf liegen — wie jeder Gehbelag im Freien. Bei Eis und Schnee helfen Steinsalz oder Calciumchlorid.
  • Auch Trex wird warm. Lineage ist konstruktionsbedingt kühler als die meisten WPC-Dielen ähnlicher Farbe, aber an heißen, sonnigen Tagen erreicht auch diese Oberfläche hohe Temperaturen. Bei kleinen Kindern sollte längerer Hautkontakt vermieden werden. Dunkle Töne heizen stärker auf als helle.
  • Kein Naturholz. Wer die lebendige Optik echten Holzes will, wird sie in einem Verbundwerkstoff nicht finden — so gut die Maserung inzwischen auch nachgebildet ist.
  • Nicht abschleifbar. Die Ummantelung ist das, was die Diele schützt. Ein tiefer Schaden lässt sich nicht wegschleifen wie bei Holz, die Diele wird getauscht.
  • Kunststoffanteil. Bei aller Recyclingbilanz bleibt es ein Verbundwerkstoff. Wer aus Überzeugung nur reine Naturbaustoffe verbaut, greift zu dauerhaftem Holz.

Trex oder Holz?

Wir verkaufen beides und haben deshalb kein Interesse daran, dich in eine Richtung zu schieben. Die Entscheidung hängt an drei Fragen:

  • Wie viel Pflege ist realistisch? Eine Holzterrasse braucht regelmäßige Zuwendung, wenn sie ihre Farbe halten soll. Wer das nicht leisten will oder kann, ist mit Trex besser bedient.
  • Stört Vergrauen? Bei Holz ist die silbergraue Patina ein Zustand, kein Schaden — aber man muss ihn wollen. Trex hält seinen Farbton.
  • Wer nutzt die Fläche? Splitterfreiheit und geprüfte Rutschhemmung sind bei Kindern, im Barfußbereich und rund um Wasser handfeste Argumente.

Umgekehrt gilt: Für die rustikale, lebendige Optik, für die Reparierbarkeit durch Schleifen und für den reinen Naturbaustoff gibt es keinen Ersatz — dafür führen wir Terrassenholz und Fassadenholz.

Warum bei uns

Unser Stammsitz liegt in Arnheim, direkt an der Grenze. Für Trex ist das kein Zufall, sondern der Grund, warum wir das Sortiment führen: Auf der niederländischen Seite ist die Versorgung mit Trex bislang dünn. Genau diese Lücke wollen wir schließen — mit kurzen Wegen in beide Richtungen, nach Nordrhein-Westfalen ebenso wie in die Niederlande.

Dazu kommt etwas, das man nicht kaufen kann: Wir kennen den deutschen Generalimporteur seit Jahren persönlich. Das bedeutet kurze Leitungen bei Längen über sechs Meter und bei gebogenen Dielen — also genau dort, wo es über die Standardabwicklung hinausgeht.

Sag uns, was du vorhast — Fläche, Lage, Nutzung, gewünschte Optik. Daraus machen wir eine Empfehlung, welche Serie passt, und rechnen dir Belag und Unterkonstruktion durch.